Warum ist OBS kostenlos?


OBS Studio darf kostenlos sowohl für private als auch für kommerzielle Zwecke genutzt werden. OBS wird dazu unter der GNU General Public License, Version 2 bereitgestellt.

Diese Lizenz bedeutet kurzgesagt, dass OBS Studio von egal wem zu egal welchem Zweck genutzt werden kann. Deshalb ist OBS kostenlos.

Lies hier, wie es dazu kam:

Die Entstehungsgeschichte von OBS Studio

Die erste Version von OBS (Open Broadcaster Software) wurde im Jahr 2012 von Hugh "Jim" Bailey veröffentlicht. Es war als kleines Projekt gedacht, um das Computerspiel Starcraft streamen zu können.

Da es keine kostenlosen Tools dafür gab und ihm "langweilig" war, programmierte er eine erste Version und erwähnte sie in einem Internetforum. Seither prägt OBS sein Leben.

Denn was danach passierte, hätte sich Bailey wohl kaum träumen lassen. Viele andere boten ihre Unterstützung an und es entstand eine wachsende Community von Programmierern einerseits und Nutzern andererseits.

Der Schlüssel dabei: Bailey hatte die Software als Open Source veröffentlicht, also als öffentlich einsehbaren Programmcode, den jeder weiterverwenden und nutzen darf.


Warum OBS Studio eine Profi-Software ist, die Standards setzt 

Mindestens drei Komponenten spielen beim Erfolg von OBS Studio zusammen: Die Entscheidung, Open Broadcaster Software als Open Source herauszugeben, plus die hohe Qualität der Programmbasis, plus das große Bedürfnis anderer nach einer solchen  Software und deren Weiterentwicklung.

Bailey hatte einfach die nötige Weitsicht. In einem Interview sagte er: "Ich habe es zu einem Open-Source-Projekt gemacht, weil es eine Gemeinschaftsanstrengung sein muss, um es zur optimalen Technologie zu machen." Allein könne er etwas Cooles bauen. Mit einer Gemeinschaft könne er etwas Großartiges schaffen. (Quelle)

Über die vergangenen Jahre haben Bailey und unterstützende Programmierer:innen immer neue Funktionen zu OBS Studio hinzugefügt. 

Ein Großteil davon kann als sogenanntes Plugin heruntergeladen und ergänzend zu OBS installiert werden. Herausragende Plugins, deren Funktion stark nachgefragt ist, werden mitunter direkt in das Hauptprogramm OBS Studio integriert.

So geschah es zum Beispiel mit der Funktion "Virtuelle Kamera". Für diese musste längere Zeit ein Plugin installiert werden. Mit Beginn der Corona-Krise und dem Boom von Home-Office und Videokonferenzen wurde diese Funktion immer gefragter. Mittlerweile ist sie von Haus aus bei OBS an Bord.

OBS Studio ist so zu einer führenden Standard-Software in den Bereichen Online-Präsentationen, Livestreams und Videoaufzeichnungen geworden.


Aktuelle Unterstützung für OBS-Studio-Nutzer

Mittlerweile ist OBS Studio in 59 Sprachen übersetzt und auch in deutsch verfügbar. Dutzende Entwickler:innen arbeiten an der stetigen Verbesserung und Erweiterung der Software. Es gibt außerdem ein englischsprachiges Support-Forum auf der Seite des OBS-Projekts.

VideoRhetorik Steffen Grützki bietet einen Basis-Workshop zu OBS Studio für Online-Präsentationen im Business-Bereich an. (Details dazu gibt es im kostenfreien OBS Webinar).


Wie wird das OBS Projekt finanziert?

Einerseits tragen wie erwähnt viele Programmierer:innen aus freien Stücken zu OBS Studio bei. Andererseits spenden viele Nutzer:innen sowohl an den Erfinder von OBS Hugh "Jim" Bailey (der immer noch "Haupt-Programmierer" ist), als auch an die Entwickler-Community.

Hier sind die Möglichkeiten der einmaligen oder regelmäßigen Unterstützung aufgelistet.

Große Livestreaming- und Videoplattformen wie YouTube, Twitch und Facebook unterstützen OBS Studio als Sponsoren, da so viele Ihrer Nutzer:innen damit fantastischen Content erstellen können.  

Wenn du OBS Studio nutzt, um mit deinen Ergebnissen Geld zu verdienen, kannst auch du auf diesem Wege etwas "zurück geben". (Auch wir gehören gerne zu den regelmäßigen Unterstützern).

Du kannst OBS Studio aber auch kostenlos in vollem Umfang nutzen, solange du willst. 

Weiter zu: OBS Studio einrichten

   



Erfahre, wie du mit Wow-Effekt online präsentierst